Backnang steht vor einer stillen Antriebswende: Während überall über E-Mobilität diskutiert wird, suchen viele Betriebe nach Lösungen, die sofort funktionieren. Und das ohne neue Fahrzeuge und ohne komplizierte Umbauten. Genau hier setzt HVO100 an: Ein synthetischer Dieselkraftstoff, der sich in vielen Motoren einfach tanken lässt und dennoch hilft, CO₂-Emissionen deutlich zu reduzieren.
Für kommunale Fuhrparks, Betriebshöfe und regionale Unternehmen in Backnang wird HVO100 damit zur spannenden Zwischenstufe zwischen klassischem Diesel und einer komplett neuen Antriebsgeneration. Es geht nicht um Visionen in zehn Jahren, sondern um eine praktikable Option, die heute getestet und morgen im Alltag genutzt werden kann. Genau dabei begleitet Sie Ludwig Dalacker & Sohn GmbH & Co. KG als regionaler Partner für HVO100 in und um Backnang.

HVO100 als moderner Diesel
HVO100 ist ein paraffinischer Dieselkraftstoff der neuesten Generation. Er ähnelt fossilem Dieselstoff technisch, basiert aber auf erneuerbaren Rohstoffen, etwa auf Abfall- und Restfetten. Der Name steht für „Hydrotreated Vegetable Oil“ und beschreibt das Verfahren, bei dem Öle und Fette in einem Hydrierprozess zu sauberen Kohlenwasserstoffen umgewandelt werden. Im Fahrzeug verhält sich HVO100 wie herkömmlicher Diesel: Der Kraftstoff kann in vielen zugelassenen Dieselmotoren ohne Umbau getankt werden, die vorhandene Tank- und Fahrzeugtechnik bleibt unverändert. Moderne Motoren und Abgasnachbehandlungssysteme, inklusive SCR-Technologie mit AdBlue, arbeiten weiterhin wie gewohnt und halten die gesetzlichen Emissionsgrenzwerte ein.
Der eigentliche Unterschied spielt sich im Hintergrund ab. Da HVO100 aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt wird, kann die Treibhausgasbilanz über den Lebenszyklus im Vergleich zu fossilem Diesel deutlich verbessert werden. In Studien ist gar von bis zu rund 90 Prozent weniger CO₂-Emissionen die Rede (Quelle: https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artikel/K/erkenntnislage-umweltauswirkung-hvo100.html). Damit trägt der Kraftstoff direkt zum Klimaschutz bei, ohne dass die bestehende Flotte sofort ausgetauscht werden muss.
Betriebshof Backnang: HVO100 im Alltag
Gerade für den kommunalen Betriebshof in Backnang ist HVO100 interessant: Busse, Müllfahrzeuge oder Transporter können wie gewohnt eingesetzt werden, obwohl gleichzeitig die lokalen Emissionen sinken und die Flotte schrittweise klimafreundlicher wird. Noch befindet sich die Versorgung vor Ort im Aufbau, doch im regionalen Umfeld, etwa im Raum Schwäbisch Hall und Gaildorf, bieten erste Tankstellen bereits HVO100 als eigenen Kraftstoff an. Dalacker zählt hier zu den regionalen Partnern, die HVO100 aktiv an der Zapfsäule und über Lieferverträge verfügbar machen.
In den kommenden Monaten ist mit einem weiteren Ausbau der Infrastruktur zu rechnen, da immer mehr Tankstellenbetreiber den Kraftstoff in ihr Sortiment aufnehmen. Für kommunale Betriebe und Unternehmen lohnt es sich deshalb schon heute, konkrete Bedarfe, Tanklösungen auf dem Hof und mögliche Liefermodelle mit Anbietern wie Dalacker durchzusprechen.
Erfahrungen aus Betriebshöfen
Ein Blick in andere Städte zeigt, dass HVO100 im kommunalen Alltag bereits im Einsatz ist: Betriebshöfe berichten von zuverlässig laufenden Motoren, ohne auffällige Störungen oder zusätzliche Ausfallzeiten. In Pilotprojekten wurden Müllfahrzeuge, Lkw und Busse einfach auf HVO100 umgestellt. Meist ohne technische Änderungen an den Fahrzeugen.
Spannend sind die gemessenen Werte: Am Auspuff liegen CO₂-Emissionen ähnlich wie bei fossilem Diesel, doch über den gesamten Lebenszyklus verbessert sich die Treibhausgasbilanz deutlich, wenn HVO100 aus Rest- und Abfallstoffen stammt. Gleichzeitig zeigen Prüfstände und Tests, etwa beim ADAC, tendenziell geringere Partikel- und zum Teil niedrigere Stickoxidwerte im Vergleich zu konventionellem Diesel, jeweils deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten.
In den Werkstätten tauchen immer wieder die gleichen Fragen auf: Verändert sich der Verschleiß? Müssen Wartungsintervalle angepasst werden? Die bisherigen Praxiserfahrungen aus kommunalen Fuhrparks und Langstreckentests deuten darauf hin, dass Motoren und Abgasnachbehandlung mit HVO100 in der Regel ohne zusätzliche Anpassungen betrieben werden können. Werkstattabläufe und Wartungspläne bleiben also weitgehend unverändert.
HVO100 Vorteile im Überblick

HVO100 bringt eine Reihe konkreter Vorteile, die vor allem im Alltag zählen:
- Reduzierung der CO₂-Emissionen um bis zu 90 Prozent
- Sofort einsetzbar in vielen bestehenden Diesel-Fahrzeuge
- Saubere Verbrennung mit weniger Partikeln und Stickoxide
- Kein technischer Umbau notwendig
- Gute Lagerfähigkeit und stabile Qualität
Für kommunale Flotten bedeutet das: Sie können Emissionen senken, ohne Investitionen in neue Fahrzeuge vorzuziehen.
HVO-Tankstellenkarte und lokale Angebote
Wenn Sie HVO100 in Backnang tanken möchten, hilft eine sogenannte Tankstellenkarte. Online-Karten zeigen Ihnen, wo HVO100 oder XTL-Diesel verfügbar sind. Die Symbole unterscheiden sich meist zwischen reinem HVO100 und Mischkraftstoffen. Ergänzend gibt es Apps, die Tankstellen und aktuelle Kosten anzeigen. Wichtig ist dabei: Prüfen Sie vorab die Informationen zur Station. Nicht jede Zapfsäule führt HVO100, und auch die Bezahlmöglichkeiten können variieren.
Dalacker betreibt ein regionales Netz mit rund 20 Standorten. Einzelne davon bieten HVO100 bereits an. Falls Sie Fragen zu unserem aktuellen Angebot haben, sprechen Sie uns gerne an.
Logistik und Beschaffung
Für Betriebe in und um Backnang bieten sich zwei Beschaffungswege an: HVO100 an regionalen Tankstellen zu tanken oder den Kraftstoff per Sammel- bzw. Direktlieferung in einen eigenen Hof- oder Lagertank zu bekommen. Dalacker kann hier beispielsweise die regelmäßige Belieferung des Betriebshofs, die Erstbefüllung eines eigenen Tanks sowie abgestimmte Lieferintervalle organisieren.
Wichtig sind dabei klare Nachhaltigkeitsnachweise. Betriebe sollten sich für jede Lieferung konkrete Dokumente zur Rohstoffherkunft und Zertifizierung (z.B.nach RED-II-konformen Standards) geben lassen. Gleichzeitig lohnt sich ein Vergleich von mindestens zwei bis drei Angeboten. Nicht nur beim Preis pro Liter, sondern auch bei Mindestabnahmemengen, Lieferpauschalen, Zahlungszielen und Serviceleistungen wie Tankprüfung oder Zählertechnik.
Wirtschaftlichkeit von HVO100
HVO100 liegt derzeit preislich meist etwas über fossilem Diesel, wobei der Aufschlag je nach Markt, Region und Tankstelle spürbar schwankt und tendenziell kleiner wird, weil Diesel durch CO₂-Abgaben stärker verteuert wird. Gleichzeitig fällt auf HVO100 selbst keine CO₂-Steuer an, was die Preisdifferenz perspektivisch weiter reduzieren kann.
Umwelt und Klima
Der zentrale Vorteil von HVO100 liegt in der Klimawirkung über den gesamten Lebenszyklus: Wird der Kraftstoff aus echten Rest- und Abfallstoffen hergestellt, kann die CO₂-Bilanz im Vergleich zu fossilem Diesel um etwa 80 bis über 90 Prozent besser ausfallen. Am Auspuff selbst sind die CO₂-Werte ähnlich, der Effekt entsteht vor allem dadurch, dass die Biomasse bereits CO₂ aus der Atmosphäre aufgenommen hat und der Herstellungsprozess zertifiziert angerechnet wird.
Auch bei anderen Abgaswerten schneidet HVO100 in Tests gut ab: ADAC-Messungen zeigen, dass Stickoxide und Partikel im HVO-Betrieb meist mindestens auf dem Niveau von B7-Diesel, teilweise sogar etwas darunter liege; jeweils weit unter den gesetzlichen Grenzwerten. Wichtig bleibt aber, welche Rohstoffe eingesetzt werden: So können Importe problematischer Ausgangsstoffe oder falsche Deklarationen (z.B. Palmöl als „Abfall“) die Klimabilanz wieder verschlechtern, weshalb strenge Herkunftsnachweise und Zertifizierungen wesentlich sind.
Tankstelle und Anwendung
An der Tankstelle erkennen Sie HVO100 meist an der XTL-Kennzeichnung. Der Tankvorgang ist identisch mit dem Diesel. Achten Sie darauf, dass Ihr Fahrzeug freigegeben ist. Die meisten modernen Modelle sind kompatibel. Für den Betriebshof empfiehlt sich eine klare Einweisung des Personals, um Fehler zu vermeiden.
Risiken und Grenzen
Trotz vieler Vorteile gibt es einige Punkte, die Sie im Blick behalten sollten. Bei älteren Dieselfahrzeugen mit spröden Gummi- oder NBR-Dichtungen kann HVO100 bestehende Schwachstellen sichtbarer machen, weil der Kraftstoff im Unterschied zu klassischem Diesel keine aromatischen Bestandteile enthält, die solche Bauteile aufquellen lassen. Vor einer Umstellung empfiehlt sich deshalb ein Check der kraftstoffführenden Schläuche und Dichtungen. Gerade bei Fahrzeugen ohne Herstellerfreigabe oder mit sehr hoher Laufleistung.
Beim Einsatz im Winter gilt HVO100 grundsätzlich als kältefest; viele Anbieter geben vergleichbare Tieftemperatur-Eigenschaften wie bei fossilem Diesel an, mit problemloser Nutzung bis etwa minus 20 bis minus 22 Grad. Praktisch relevanter ist derzeit die noch nicht flächendeckende Verfügbarkeit. Denn obwohl die Zahl der HVO-Tankstellen kontinuierlich wächst, bleibt bei weiträumigen oder spontanen Fahrten eine vorausplanende Routen- und Betankungsplanung sinnvoll.
Dalacker als Partner für HVO100
HVO100 ist für Fahrzeugbetreiber in und um Backnang eine sofort nutzbare Möglichkeit, kommunale Flotten und Unternehmensfuhrparks klimafreundlicher zu betreiben, ohne Fahrzeuge austauschen zu müssen. Dalacker verbindet dabei regionale Nähe mit praktischer Erfahrung rund um HVO100 – von der Tankstelle bis zur Belieferung des Betriebshofs.
Wer prüfen möchte, wie sich HVO100 konkret in den eigenen Fuhrpark integrieren lässt, kann gerne direkt Kontakt mit uns aufnehmen und ein individuelles Angebot zu Mengen, Lieferwegen und Tanklösung anfordern.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich HVO100 ohne Umbau nutzen?
Ja, viele moderne Diesel-Fahrzeuge dürfen HVO100 direkt tanken, wenn der Hersteller den Kraftstoff nach DIN EN 15940 (XTL) freigegeben hat. Am einfachsten prüfen Sie das über die Freigabelisten der Hersteller oder einen XTL-Hinweis in der Tankklappe; ohne Freigabe können Garantie- und Kulanzansprüche entfallen.
Kann ich HVO100 mit Diesel mischen?
Ja, HVO100 ist vollständig mit herkömmlichem Diesel mischbar, weil sich beide Kraftstoffe technisch sehr ähnlich verhalten. Sie können also jederzeit von Diesel auf HVO100 als Alternative wechseln oder gemischte Tankfüllungen fahren, ohne den Motor speziell umstellen zu müssen.
Wie lange ist HVO100 lagerfähig?
HVO100 gilt als sehr lagerstabil und neigt deutlich weniger zu Oxidation oder „Dieselpest“ als fossiler Diesel. Unter geeigneten Lagerbedingungen werden je nach Anbieter Lagerzeiten von mehreren Jahren, teils bis zu etwa zehn Jahren genannt.
Ist HVO100 offiziell zugelassen?
Ja, seit Inkrafttreten der geänderten 10. BImSchV ist HVO100 in Deutschland als paraffinischer Dieselkraftstoff (XTL) offiziell zugelassen und darf seit dem 29. Mai 2024 regulär an Tankstellen verkauft werden. An der Zapfsäule erkennen Sie ihn meist an der Kennzeichnung „XTL“ oder „HVO100“ am Kraftstoffdispenser.







